InWasif

InWasif

© Foto Fraunhofer IGB

Das Wasserhaus in Knittlingen

In einem Gemeinschaftsprojekt »Zukunftsfähiges integriertes Wasserinfrastruktur- und -nutzungskonzept für Stadtquartiere« – kurz »InWasif« – entwickeln zehn SysWasser-Institute technische Detaillösungen für ein nachhaltiges regeneratives Wassernutzungskonzept für weitgehend autarke Infrastrukturkonzepte für Stadtquartiere. Diese Konzepte sind insbesondere für stillgelegte Kasernenstandorte, Zechenstandorte oder urbane Siedlungsgebiete gedacht, also für Gebäudebestand, der kernsaniert werden muss.

Konzept

Das InWasif-Konzept beinhaltet im Einzelnen die regenerative Wasseraufbereitung von Regenwasser, Brauchwasser und Abwasser zu einer Wasserqualität, die durch die zweckorientierte Wassernutzung definiert wird. Die zuverlässige Funktion des Systems wird durch eine automatisierte Prozessüberwachung und Steuerung gesichert.

Das Wassernutzungskonzept integriert Schnittstellen zur effizienten Energienutzung und zum Abfallmanagement und ist über Infrastrukturkonzepte, die mit Finanzierungskonzepten und Betreibermodellen unterlegt sind, an unterschiedliche Standorte adaptierbar.

Durch die Abkehr vom gängigen Einmalprinzip der Wasserwirtschaft, nach dem teuer aufbereitetes Wasser nach einmaliger Nutzung als Abwasser wiederum teuer behandelt und ohne Sekundärnutzung in Oberflächengewässer eingeleitet wird, sollen signifikante Kostensenkungen für Kommunen und Endverbraucher erreicht werden.

Techniken

Einzelne Techniken, die für diese Konzepte teils neu entwickelt, teils angepasst und optimiert werden, sind zum Beispiel

  • die elektrophysikalische und elektrochemische Wasserbehandlung
  • ein neues Vakuum-Druck-Transportsystem für Abwässer
  • neue dynamische Filtrationstechniken
  • Techniken zur in-situ-Reinigung von Membranfiltern während des laufenden Betriebs
  • Recyclingtechniken zur Verwertung von Abwasserinhaltsstoffen
  • Rückgewinnung von Wärmeenergie aus Grauwasser
  • Regenwassernutzung für Löschsysteme und zur Raumklimatisierung und
  • die Einbindung dieser Techniken in Gebäudeleitsysteme.

Mit diesem »Baukasten« lassen sich für jeden Standort individuell angepasste Wasserwirtschaftskonzepte einschließlich der Schnittstellen zur Energie- und Abfallwirtschaft sowie Verkehrs- und Transportlogistik entwickeln.